Beschreibung der Seminarangebote der Psychotherapeutinnen der Privatpraxis Maren Lammers

Emotionsfokussierte Psychotherapie

Dieser praxisorientierte Kurs hat die direkte therapeutische Arbeit an aversiven bzw. dysfunktionalen Emotionen zum Inhalt. Die Arbeit daran erscheint immer dann angebracht, wenn das Problemverhalten von Patient:innen wesentlich durch emotionale Prozesse bestimmt wird. Hier gilt es im Gegensatz zu klassischen verhaltenstherapeutischen Techniken nicht, durch Verhaltensänderungen eine emotionale Veränderung zu bewirken, sondern durch die direkte Arbeit an den Emotionen, Verhaltensänderungen zu ermöglichen.

Diese Art der emotionsfokussierten Arbeit ist insbesondere dann sinnvoll, wenn innerhalb der Therapie „Blockaden" im therapeutischen Prozess auftreten und Patient:innen den klassischen Satz sagen: „Sie haben ja Recht, aber ich fühle das nicht".

Im Mittelpunkt dieses Psychotherapiekonzeptes steht u. a.:

  • Die Unterscheidung von primären und sekundären Emotionen
  • Die intra- und interindividuelle Funktionalität von Emotionen
  • Die Erfassung von emotionalen Schemata
  • Die therapeutische Arbeit an aversiven und verhaltensbestimmenden Emotionen (Schuld, Scham, Minderwertigkeit, Ärger, Hilflosigkeit)

Methoden

Präsentation, Fallbeispiele, Darstellen von Therapiestrategien, Erstellen von Emotionsanalysen, praktische Übungen mit Rollenspielen, Kleingruppenarbeit, Hand-Outs

Ziele

  1. Vermittlung von theoretischen Grundlagen zum Konzept der emotionsfokussierten Psychotherapie
  2. Erlernen von Emotionsanalysen hinsichtlich primärer vs. sekundärer Emotionen
  3. Erkennen und Bearbeiten von Schemata
  4. Vermittlung von therapeutischen Strategien zur Fokussierung von Emotionen
  5. Einüben praktischer Fertigkeiten zur therapeutischen Arbeit an aversiven bzw. dysfunktionalen Emotionen

Zielgruppe

Alle Psychotherapeut:innen mit ausreichenden Kenntnissen in den Grundlagen der Verhaltenstherapie

Literatur

  • Lammers, C.-H. (2007). Emotionsbezogene Psychotherapie. Schattauer.
  • Greenberg, L. S. (2002). Emotion-focused therapy. American Psychological Association.
  • Young, J. E., Klosko, J. S., & Weishaar, M. E. (2005). Schematherapie. Jungfermann Verlag.

Hypnotherapie nach Milton Erickson

Dieser praxisorientierte Kurs vermittelt einen ersten Einblick in die theoretischen und praktischen Grundlagen der Hypnotherapie nach Milton Erickson. Im Vordergrund steht die praktische Einübung erster hypnotherapeutischer Strategien.

Milton Erickson nutzte Tranceinduktionen, um den analytischen Verstand abzulenken und dem „Unbewussten" Raum zu geben. Ziel ist es, Patient:innen anzuleiten, diesen selbstreflexiven Trancezustand herzustellen und für ressourcenorientierte Veränderungsarbeit zu nutzen. Dafür eignen sich insbesondere Metaphern, Sprachbilder, Analogien und Wortspiele.

Methoden

Referat, Fallbeispiele, Darstellen von Therapiestrategien, praktische Übungen hypnotherapeutischer Strategien, Kleingruppenarbeit, Hand-Outs

Ziele

  1. Vermittlung von theoretischen Grundlagen zum Konzept der Hypnotherapie nach Milton Erickson
  2. Erlernen und Einüben erster Techniken zur Herstellung eines Trancezustandes
  3. Einüben praktischer Fertigkeiten zur hypnotherapeutischen Arbeit

Zielgruppe

Alle Psychotherapeut:innen mit ausreichenden Kenntnissen in den Grundlagen der Verhaltenstherapie

Literatur

  • Bongartz, W., & Bongartz, B. (2000). Hypnosetherapie. Hogrefe.
  • Peter, B. (2006). Einführung in die Hypnotherapie. Carl-Auer Compact.
  • Revenstorf, D., & Peter, B. (2001). Hypnose in Psychotherapie, Psychosomatik und Medizin. Springer.

Emotionsfokussierte Psychotherapie bei Schuld und Scham

Scham und Schuld sind von fundamentaler Bedeutung für das Menschsein. Viele psychische Erkrankungen haben ihren Ursprung in Scham- und Schulderleben und/oder werden durch diese Emotionen aufrechterhalten.

Das Seminar vermittelt fundierte Grundlagen zum Verständnis von Scham und Schuld, insbesondere in Bezug auf ihre Funktionen, Ausdrucksformen und ihre Rolle in psychotherapeutischen Prozessen. Neben der theoretischen Inhaltsvermittlung beinhaltet das Seminar eine Selbsterfahrungsübung.

Methoden

Referat, Fallbeispiele, Analysen eigener Erfahrungen, Bearbeitung von Fallbeispielen, Darstellung und Übung von Therapiestrategien, Hand-Outs

Ziele

  1. Vermittlung von theoretischen Grundlagen der sozialen Emotionen von Scham und Schuld
  2. Therapeutische Haltung im Umgang mit Schuld und Scham reflektieren und stärken
  3. Einüben praktischer Fertigkeiten und Interventionen im Umgang mit Schuld und Scham

Zielgruppe

Alle Psychotherapeut:innen mit ausreichenden Kenntnissen in den Grundlagen der Verhaltenstherapie

Literatur

  • Lammers, M. (2016). Emotionsbezogene Psychotherapie von Scham und Schuld. Schattauer.
  • Lammers, M. (2018). Therapie von Scham und Schuld. PiD – Psychotherapie im Dialog, 19, 72–76.
  • Lammers, M. (2020). Scham und Schuld – Behandlungsmodule für den Therapiealltag. Schattauer.
  • Lammers, M., & Ohls, I. (2017). Mit Schuld, Scham und Methode. BALANCE Buch + Medien Verlag.

Medikamentencompliance in der Psychotherapie

Das Seminar bietet eine praxisnahe Orientierung im Umgang mit medikamentös begleiteten Psychotherapien. Es vermittelt die wichtigsten Grundlagen zu relevanten psychiatrischen und somatischen Medikamenten sowie zu leitliniengerechten Behandlungspfaden.

Methoden

Interaktionelles Seminar, Rollenspiele, praktische Übungen, Handout mit Checklisten, Selbsterfahrungseinheiten

Ziele

  1. Vermittlung von Wissen über psychiatrische und somatische Medikamente
  2. Sensibilisierung für Herausforderungen der Kombinationsbehandlung
  3. Therapeutische Interventionen zur Förderung von Compliance/Adhärenz
  4. Umgang mit Ablehnung von Medikamenten gestalten

Zielgruppe

Psycholog:innen in psychotherapeutischer Ausbildung (Praktische Arbeit/Ambulanzzeit) und approbierte Kolleg:innen

Literatur

  • Benkert, O., et al. (2016). Psychopharmakologischer Leitfaden für Psychologen und Psychotherapeuten. Springer.
  • Fara, G. A. (2023). Antidepressiva absetzen. Schattauer.
  • Lammers, M., & Burmester, A. (2025). Medikamenten-Compliance in der Psychotherapie. Schattauer.

Supervision

Supervision hat vorrangig zum Ziel, im psychosozialen Bereich tätigen Menschen anhand von persönlichen Behandlungsfällen Unterstützung in beruflichen Problemlagen zu bieten. Im Vordergrund stehen die Förderung von Handlungsmöglichkeiten, das Bewusstmachen persönlicher Stärken und Schwächen sowie die Stärkung individueller Ressourcen.

Methoden

Referat, Bearbeitung von Fallbeispielen, Darstellung und Übung von Therapiestrategien, Hand-Outs

Zielgruppe

Psycholog:innen in psychotherapeutischer Ausbildung und approbierte Kolleg:innen

Literatur

  • Fatzer, G. (2003). Supervision und Beratung: Ein Handbuch. EHP.
  • Fliegel, S., & Kämmerer, A. (2006). Psychotherapeutische Schätze. DGVT-Verlag.
  • Lohmann, B. (2007). Effiziente Supervision. Schneider Verlag.
  • Prior, M. (2002/2021). MiniMax-Interventionen. Carl-Auer-Systeme.

Selbsterfahrungswochenenden

Im Rahmen des Psychotherapeutengesetzes sind für Ausbildungsteilnehmer:innen an der Verhaltenstherapieausbildung mindestens 120 Stunden Selbsterfahrung vorgeschrieben. Selbsterfahrung ist ein zentraler Bestandteil der Aus- und Weiterbildung zur psychologischen oder ärztlichen Psychotherapeut:in.

Methoden

Referat, Bearbeitung von Fallbeispielen, Darstellung und Übung von Therapiestrategien, Hand-Outs

Zielgruppe

Psychotherapeutisch tätige Psycholog:innen in psychotherapeutischer Ausbildung kooperierender Ausbildungsinstitute

Literatur

  • Keel, P. (2017). All about me. Diogenes Verlag.
  • Lammers, M. (2020). Muttermale und Vaters Spuren. BALANCE Buch + Medien Verlag.
  • Ubben, B. (2013). Verhaltenstherapeutische Selbsterfahrung. Beltz.
  • Brüderl, L., Riessen, I., & Zens, C. (2021). Therapie-Tools Selbsterfahrung. Beltz.