THERAPIE

Jede Partnerschaft hat ihre speziellen Themen, die innerhalb der Beziehung immer wieder auftauchen. Typische Themen sind z. B. Eifersucht, Sexualität, Kontakte zu Eltern und Freund*innen, ein unterschiedlicher Umgang mit Elternschaft, mit Finanzen, oder Kinderwunsch. Manchmal gelingt es Paaren „plötzlich“ nicht mehr, diese Themen konstruktiv zu bearbeiten. Jede*r beharrt auf dem eigenen Standpunkt und versteht nicht, warum die*der Partner*in sich nicht einsichtig zeigt.

Eine Paarberatung/-therapie kann hier gerade durch die unparteiische Vermittlung Unterstützung in der partnerschaftlichen Kommunikation bieten. Gerade dann, wenn Konflikte schon länger andauern oder wiederkehrend sind, kann es nützlich sein, Impulse von außen zu bekommen. Dieses Vorgehen macht immer dann Sinn, wenn Kommunikation innerhalb der Partnerschaft wieder verbessert und gemeinsam konstruktive Lösungen gefunden werden sollen. Am Anfang werden daher Gesprächsregeln festgelegt, damit es möglich ist, auch ohne gegenseitige Schuldzuweisungen miteinander zu reden. Das Verständnis auf beiden Seiten, wie es zu „typischen“ Konflikten kommt und wie sie gemeinsam bewältigt werden können, erleben die meisten Paare als hilfreich.

Bei einer Paartherapie macht es häufig Sinn, sowohl Einzelsitzungen als auch Paargespräche zu führen. Dabei können innerhalb einer Einzelsitzung die Bedürfnisse und Wünsche an die Partnerschaft sowie das eigene Wirken innerhalb der Beziehung analysiert werden. Innerhalb einer gemeinsamen Doppelsitzung werden dann erarbeitete Kommunikations- und Verhaltensmuster besprochen und erste Lösungsansätze entwickelt.

Supervisions- und Selbsterfahrungsleiterin

Maren Lammers

SUPERVISION

Supervision ist ein wichtiger Bestandteil der Therapieausbildung und gesetzlich verpflichtend für Aus- und Weiterbildungsteilnehmer*innen von Therapieausbildungen. Vom jeweiligen Bundesland werden Supervisor*innen anerkannt, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Im Rahmen der beruflichen Ausbildung und Tätigkeit dient dieses Instrument zur qualifizierten und konstruktiven Bewältigung beruflicher Fragestellungen. Dabei können unter Anleitung, z. B. Probleme, Konflikte, Arbeitsbedingungen, Perspektivenfindung, Effizienz- und Kompetenzsteigerung, Veränderungsprozesse oder der Umgang mit Patient*nnen Reflexionsthemen sein.

Gegenstand von Supervision kann aber auch die Reflexion von Arbeitsprozessen, beruflichem Handeln und Interaktionen mit Kolleg*innen oder Vorgesetzten mit dem Ziel einer besseren Professionalisierung sein. Somit ist Supervision auch als ein Instrument der Qualitätssicherung anzusehen, welches die Verbesserung des Arbeitsklimas, die Förderung von Ressourcen, die Bewältigung von schwierigen beruflichen Situationen, die Erarbeitung von beruflichen Zielen oder auch die Verbesserung der sozialen Kompetenz als Ziel hat.

Das Supervisionsangebot richtet sich sowohl an alle niedergelassenen oder angestellten psychologischen oder ärztlichen Psychotherapeut*innen als auch an alle Diplompsycholog*innen und ärztlichen Kolleg*innen, die sich in der Verhaltenstherapie-Ausbildung befinden.

SELBSTERFAHRUNG

Im Rahmen des Psychotherapeutengesetzes sind für Ausbildungsteilnehmer*innen an der Verhaltenstherapieausbildung mindestens 120 Stunden Selbsterfahrung vorgeschrieben. Oft bieten die Ausbildungsinstitute Selbsterfahrungsgruppen für die werdenden Therapeut*innen an, in denen ein großer Teil der Stunden absolviert wird. Ergänzend können Einzelselbsterfahrungen aber auch bei zugelassenen Therapeut*innen in Anspruch genommen werden.

Mein Selbsterfahrungsangebot richtet sich in erster Linie an die Ausbildungsteilnehmer*innen des kooperierenden Aus- und Weiterbildungsinstituts für Moderne Verhaltenstherapie (MoVA) und des Hafencity Instituts für Psychotherapie (HIP) in Hamburg.

Approbierte Kollegen und Kolleginnen sind ebenso herzlich willkommen, da auch im Rahmen der eigenen Tätigkeit und Verantwortung Selbsterfahrungsthemen relevant werden (können).

Sowohl in der Facharztausbildung als auch in der Weiterbildung in fachgebundener Psychotherapie sind Selbsterfahrungsstunden im Gruppen- oder Einzelsetting zu absolvieren. In Kooperation mit dem Ausbildungsinstitut MoVA und dem Hafencity Institut für Psychotherapie (HIP) werden aufeinander aufbauende Blöcke der Gruppenselbsterfahrung angeboten.

Die Blöcke der Selbsterfahrung bieten eine Ergänzung zur Aus- und Weiterbildung. Erlernte Methoden können angewendet und ausprobiert werden.